Anwendung und Zuwendung, oder: nützliche Kunst? / Der Performance-Effekt vol.2

10/01/2017 00:15

Unsere Kollegin Joy Kristin Kalu wird im Januar im Rahmen einer Gesprächsreihe zu Grenzauflösungen und -überlagerungen zwischen Theater, Choreographie, Performance und visueller Kunst in der Gessnerallee Zürich sprechen. 

 

Gemeinsam mit dem Künstler und Dozenten Daniel Hauser wird sie das Thema "Anwendung und Zuwendung, oder: nützliche Kunst?" diskutieren. 

 

Kunst wird immer wertvoller. Wertvoller nicht zuletzt dank ihrer Verknüpfung mit immateriellen Gütern wie Affekten, Verantwortung, Fürsorge, Kreativität oder Aufmerksamkeit. Wenn Künste mit der Alltagsgesellschaft interagieren, ergibt sich angesichts sozialer, politischer und wirtschaftsökonomischer Anwendungen ein erweiterter Kunstbegriff. Das Ästhetische interveniert in das Leben und sein Wert misst sich am Versprechen einer Nützlichkeit, die Fragen aufwirft. Wenn engagierte Kunst den Platz der unterfinanzierten Sozialarbeit einnimmt oder künstlerische Praxis therapeutische Strategien anwendet (Social Applied Arts), folgen daraus alternative Formen sozialer Vermittlung oder eine Umwertung öffentlicher Förderung? Die Mehr-Wertschöpfung der Künste ist auch Zeichen ihrer Kommodifizierung, etwa wenn künstlerische Prozesse in/direkt mit ökonomischen Werten verbunden werden, Stichwort: Kreativwirtschaft. Welche Ambivalenz von Geben und Nehmen vertragen die aktuellen Künste und wie steht es um die künstlerische Autonomie zwischen sozialem Engagement, Förderpolitik und Instrumentalisierung?

 

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.